Colombaia – Toskana

Das ist der Ort, der mein Leben maßgeblich geprägt hat. Ein Ort der Kraft, der Ruhe und der natürlichen Schönheit.

Der Platz, der uns aufnahm, empfing mich wie ein altbekannter Traum.
Es war mitten im August, der alte Bauernhof lag eingebettet in Wiesen und Wald an einem Südhang, das Quellwasser sprudelte im Hof. Das Haus war heruntergekommen, aber das störte mich nicht. Das Land um es herum atmete Willkommen.  Die Erde strahlte Fruchtbarkeit aus, die Obstbäume gediehen üppig, ich fühlte mich sofort zu Hause. Es folgten arbeitsreiche Jahre mit wenig Geld. Auch wenn ich Selbsterfahrungsgruppen in die abenteuerlichen Umstände einlud, die Renovierung fraß alles auf. Trotzdem fühlte ich mich immer reich, hier leben zu dürfen.

Ich tauchte tief in die Natur ein, fand zurück zu meinen schamanischen Wurzeln, die ich seit frühester Kindheit spürte. Wir hatten keinen Strom, kein Badezimmer, alles war auf einfachste Art und Weise geregelt. das ganze Tal schien einen Dornröschenschlaf zu schlafen. Von meinen Nachbarn lernte ich jahrhundertealte Traditionen und Gebräuche kennen, mir war, als spülte mich das Leben in eine längst vergessene Zeit zurück.
Ich lernte, mich dem Wetter anzupassen, die Sonnen- und Mondrhythmen zu kennen und zu nützen, wenn ich meinen Garten bepflanzte und pflegte. Ich lernte wieder auf die Pflanzen zu hören, kommunizierte wieder mit Tieren und den Elementarwesen, so wie ich es in meiner Kindheit getan hatte und im Laufe meiner Erziehung verdrängt und vergessen hatte. Ich lernte mit spirituellen Meistern und Schamanen, was auch meine therapeutische Arbeit enorm bereicherte. Ich lernte, meine Familie und meine Tiere medizinisch zu versorgen, mit Pflanzen und Homöopathie, mit Shiatsu und Schüssslersalzen. 

25 Jahre später habe ich mich mit der Technik angefreundet, habe heute Strom und Internet und verbinde die natürliche Lebensweise mit den Annehmlichkeiten der modernen Errungenschaften. Ich betätige mich auch gerne künstlerisch, male, fotografiere, beteilige mich an Ausstellungen, spiele Theater und singe im Chor, gestalte im Haus und im Garten und ich schreibe. Ein Roman wird demnächst erscheinen und je eine Sammlung von Gedichten und Geschichten. Morgana ist men Künstlername.

Heute, viele  Jahre später, lebe ich alleine hier mit meinen Tieren, mit derzeit 13 Katzen und meiner lieben alten Hündin, im Einverständnis mit Allem um mich herum. Hier begleite ich Menschen, die in ihre wahre Natur zurück finden wollen, sich erinnern wollen, was sie so lange vergessen und verdrängt haben, so wie es mir ergangen war. Nicht immer wissen meine Klienten, dass sie deshalb zu mir kommen, oft ist es das Bedürfnis, ein Problem zu lösen, eine schmerzhafte Situation, körperlich oder psychisch, zu transformieren, ein Trauma aufzulösen, manche einfach nur, um endlich mal zu entspannen, zur Ruhe zu kommen, fern von dem alltäglichen Stress und Lärm, von Hektik und Getriebensein. Die Natur ist dabei ein wunderbarer Lehrer.

Dazu ist mein Platz geschaffen, weit weg von Verkehrslärm oder Industriebelastung, der Sternenhimmel ist weit und klar, das Quellwasser, das wir trinken, ist köstlich und rein, die Luft duftet nach Kräutern, Blumen und Bäumen. Die Tierwelt ist reich an Vögeln, Insekten, Wildtieren jeder Art, die ich respektvoll und mit Liebe in meiner Umgebung willkommen heiße. 

Hier begleite ich Dich in Deinem Anliegen, was auch immer es sei, mit meinen Fähigkeiten und meinem Wissen, mit meinen Erfahrungen aus jahrzehntelanger Arbeit als Gestalttherapeutin und Yogalehrerin, Meditationslehrerin und Schamanin, als Mutter, Großmutter und als Frau. Ich reiche Dir meine Hand, um Deine Schritte zu begleiten, die Du in Deinem Tempo unter meiner kompetenten Führung tun kannst, um Dich mit Dir selbst zu versöhnen, in Deine tiefste Wahrheit einzutauchen, Deinen Schatten zu begegnen, Deine wahre Schönheit und Größe zu erfahren und anzunehmen. 

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Morgenkühle umfängt mich
im Schatten der Steinwände.
Der Ginster duftet mit Lavendel und Rosen
um die Wette.
Die Erde atmet aus –
und vergibt sich selbst.
Zum sanften Plätschern der Quelle
singt süß und wild die Nachtigall.
Nachts locken Glühwürmchen im Gebüsch.
Und Farben, die das Auge nicht fassen kann,
strömen bis in die tiefsten Fasern meines Herzens,
bis es vor Glück weint.
Es hat mit tausend Augen und Armen
nach mir gegriffen,
es hat mich aufgesaugt –
es gibt mich nicht mehr.

Morgana Juni 2000